AMB 2026: Metallbearbeitung setzt auf Austausch und Investitionen

Artikel vom 13. Oktober 2026
Veranstaltungen

Die Messe Stuttgart meldet für die AMB 2026 stabile Besucherzahlen, mehr Entscheiderinnen und Entscheider sowie ein internationales Publikum.

Bild: Landesmesse Stutgart.

Bild: Landesmesse Stutgart.

Die AMB 2026 endete am 19. September nach fünf Messetagen. Rund 65.000 Besucherinnen und Besucher aus 76 Ländern kamen auf das Messegelände. Damit lagen die Besucherzahlen auf dem Niveau von 2024. Auffällig war laut Veranstalter, der Landesmesse Stuttgart, der höhere Anteil entscheidungsrelevanter Fachleute: 68 % der Fachbesucherinnen und Fachbesucher zählen laut Schlussbericht zu dieser Gruppe.

1195 ausstellende Firmen (2024: 1244) aus 34 Ländern zeigten in zehn Messehallen Innovationen, Produkte, Dienstleistungen und Konzepte für die Metallbearbeitung. Ergänzt wurde die Ausstellung durch Programmformate, Networking-Angebote und eine Bühne für Fachthemen. Die Rückmeldungen aus der Branche deuten laut Veranstalter auf eine zuversichtliche Stimmung hin, trotz anspruchsvoller wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

Bild: Landesmesse Stuttgart.

Bild: Landesmesse Stuttgart.

Mehr Entscheiderinnen und Entscheider vor Ort

Die Besucherstruktur zeigte einen stärkeren Fokus auf konkrete Investitions- und Projektentscheidungen. 14 % der Gäste kamen aus Geschäfts-, Unternehmens- oder Betriebsleitung, 2024 lag dieser Anteil bei 10 %. 35 % arbeiten in Fertigung, Produktion oder Qualitätskontrolle.

Auch international blieb die Fachmesse gefragt. Der Auslandsanteil lag bei 22 %. Stark vertreten waren Gäste aus der Schweiz, Österreich, Italien, der Türkei, den Niederlanden, Frankreich, Osteuropa und Skandinavien.

Die ideellen Trägerverbände VDMA Präzisionswerkzeuge, VDMA Software und Digitalisierung sowie der VDW hoben den persönlichen Austausch, die Qualität der Gespräche und die Sichtbarkeit digitaler Fertigungsthemen hervor. Genannt wurden unter anderem Simulation, digitaler Zwilling, datengetriebene Produktionsprozesse und künstliche Intelligenz.

Aussteller berichten von konkreten Projekten

Viele ausstellende Unternehmen meldeten intensive Gespräche, neue Kontakte und Projektanfragen. Mehrfach genannt wurden Versorgungssicherheit, Automatisierung, digitale Lösungen, Mikrobearbeitung, die Fertigung großer Werkstücke, produktionsintegrierte Qualitätssicherung, optische Messtechnik sowie integrierte Mess- und Prüfprozesse.

Auch Themen wie Rüstzeitreduzierung, stabile Prozesse, Werkzeug- und Spanntechnik sowie Automationslösungen wurden in den  Rückmeldungen genannt. Mehrere Unternehmen berichteten von Investitionsbereitschaft, direkten Abschlüssen oder konkret vereinbarten Folgeterminen.

Die nächste AMB ist für 2028 wieder in Stuttgart angekündigt.

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