Generationswechsel bei Haimer: zweite Generation übernimmt
Werkzeugverwaltung, -voreinstellung
Zum 1. August 2026 gingen die Anteile der Haimer-Gruppe an Andreas und Kathrin Haimer über. Die Geschwister führen das Familienunternehmen künftig als geschäftsführende Gesellschafter und setzen auf Digitalisierung, Automatisierung und Tool-Management rund um die Werkzeugmaschine.

Die Gründer Claudia und Franz Haimer haben die Unternehmensanteile an die zweite Generation übergeben. V. l.: Andreas, Kathrin, Claudia und Franz Haimer (Bild: Haimer).
Die Haimer-Gruppe hat zum 1. August 2026 den vorbereiteten Generationswechsel in der Eigentümerstruktur vollzogen, die Unternehmensanteile gingen an Andreas und Kathrin Haimer über. Die Geschwister übernehmen damit als geschäftsführende Gesellschafter Verantwortung für das Familienunternehmen aus Igenhausen.
Claudia und Franz Haimer, die das Unternehmen 1977 gegründet haben, bleiben bis zum 31. Dezember 2027 operativ in der Geschäftsführung tätig. In dieser Phase begleiten sie die Übergabe an die zweite Generation. Anschließend stehen sie der Firmengruppe in einem neu eingerichteten Beirat weiter mit Erfahrung und Netzwerk zur Seite.
Kontinuität in Familienhand
Mit der Übertragung der Anteile bleibt das international tätige Unternehmen vollständig in der Hand der Familie. Die Eigentümerfamilie verbindet den Schritt mit dem Anspruch, Kunden, Partnern und Mitarbeitenden eine langfristige, unabhängige und eigentümergeführte Ausrichtung zu bieten.
Andreas und Kathrin sind seit vielen Jahren in Führungsfunktionen tätig und bilden bereits heute gemeinsam mit dem Gründerpaar die Geschäftsführung. In ihrer neuen Rolle möchten sie den eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen und zugleich weitere Impulse bei Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit setzen.
Werkzeugraum, Shopfloor und Automatisierung im Fokus
Ein Schwerpunkt bleibt das Werkzeugraumkonzept »Tool Room of the Future«. Es soll Fertigungsunternehmen dabei unterstützen, Werkzeugmontage, Werkzeugrüsten und Voreinstellen transparenter, digitaler und stärker automatisiert zu gestalten. Damit spricht das Unternehmen Themen wie Fachkräftemangel, Kostendruck sowie den Bedarf an vernetzten Prozessen rund um die Werkzeugmaschine an.
Zum Produktumfeld gehören Spannwerkzeuge, Werkzeugvoreinstellgeräte, Schrumpf- und Auswuchttechnik, Vollhartmetall-Schneidwerkzeuge, 3D-Messgeräte sowie Softwarelösungen für Werkzeug- und Datenmanagement. Genannt werden außerdem automatisierte Zellen für Schrumpfen, Voreinstellen und Auswuchten sowie vernetzte Lösungen für den Shopfloor.


