Fasenaggregate

Artikel vom 19. September 2020
Weitere Schweiß- und Schneidsysteme

Das Fasenaggregat kann auch für die nachträgliche, hochpräzise Schweißnahtvorbereitung eingesetzt werden (Bild: Microstep).

Mit dem »Autogenrotator« von Microstep können Im Vergleich zum herkömmlichen Drei-Brenner-Aggregat gänzlich neue Geometrien geschnitten werden. Das endlosdrehende Fasenaggregat wurde speziell für die 3D‑Bearbeitung von Flachmaterial mit hohen Materialstärken entwickelt. So können beispielsweise Fasen bis 65 ° realisiert werden und auch das Anbringen variabler Fasen sowie einfacher V-Nähte, aber auch komplexer X-, Y- oder K-Nähte, ist möglich. In Kombination mit einem Scanner kann der Rotator auch für die nachträgliche, hochpräzise Schweißnahtvorbereitung an bereits geschnittenen Teilen sorgen. Wichtigster Vorteil im Vergleich zum Drei-Brenner-Aggregat ist laut Hersteller, dass Materialstärken bis zu 200 mm bearbeitet und mit Fasen versehen werden können. Der »Autogenrotator« ist zudem in einem Bereich von 1 bis 67 ° schwenkbar, wodurch flachere als auch steilere Fasengeometrien und variable Fasen realisiert werden können. Mit dem Fasenaggregat sollen zudem ungleich kleinere Radien umgesetzt werden können als mit dem Drei-Brenner-Aggregat, was von Relevanz sei, falls es zum Beispiel darum gehe, runde oder ovale Durchbrüche für das Verschweißen von Rohren mit Schweißnahtvorbereitungen zu versehen. Auch hinsichtlich Wartungsaufwand und Platzbedarf auf der Portalbrücke soll der Rotator dem Drei-Brenner-Aggregat überlegen sein. Unter Verwendung der »ABP«-Technologie (Additional Beveling Process) sei es laut Hersteller darüber hinaus möglich, an bereits geschnittenen Bauteilen nachträglich sehr präzise Schweißnähte anzubringen: Dies spare im Vergleich zum Drei-Brenner-Aggregat vor allem bei der Bearbeitung höherer Blechstärken Material und reduziere den Gasverbrauch.

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