Fräser für Leichtbauwerkstoffe und Aluminium

Artikel vom 10. Oktober 2019
Spezielle Werkzeuge

Eine Besonderheit der Serie »Rapid Line« von SPPW sind die HSC-Fräser mit Pyramidenverzahnung, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind.

Leichtbaukonstruktionen gewinnen in allen Bereichen an Bedeutung. Gewichts- und Ressourceneinsparungen haben zur Entwicklung neuer Werkstoffe beigetragen. Immer mehr neue Werkstoffe halten Einzug in die Werkhallen. Kunststoffe, Aluminium, Faser-Verbundwerkstoffe, Grafitwerkstoffe und GFK/CFK sowie ähnliche neue Materialien erfordern neue Techniken zur Be- und Verarbeitung. SPPW bietet mit ihrer Serie »Rapid Line« die passende Antwort. Die HSC-Fräser der Serie weisen eine polierte (feingeläppte) Spannut auf. Kombiniert mit der besonderen Schneidengeometrie haben sie einen sehr günstigen Reibungskoeffizienten und einen besseren Spanabfluss in der Bearbeitung von langspanenden Werkstoffen. Durch das Auftreten geringer Temperaturen werden Überhitzung und Aufschweißungen vermieden. Diese Fräser haben eine längere Lebensdauer und erreichen eine verbesserte Oberflächengüte, womit nachträgliches Polieren entfallen kann. Zur Bearbeitung von dünnen Materialien hält die Firma gerade genutete Fräser der gleichen Serie bereit. Durch die gerade Spannut wird parallel zur Werkzeugachse weniger Abdrängung generiert, was das Schwingen des Werkstücks vermindert, die Oberflächengüte erhöht und die Standzeit des Werkzeugs verlängert. Der Einsatz einer geraden Spannut vermeidet Zugkräfte und verhindert Delaminierung. Eine Besonderheit sind die HSC-Fräser mit Pyramidenverzahnung  zur Bearbeitung von Kompositen. Diese Fräser sind in unterschiedlichen Profilen und Ausführungen erhältlich: mit mehrschneidiger Stirnverzahnung zum Stirnfräsen, Umfangsfräsen und Besäumen, mit zweischneidiger Stirnverzahnung zum Nutfräsen, Tauchen und Umfangsfräsen sowie mit Bohrerspitze 135° zum Zuschneiden, Besäumen und Bohren. Neu im Programm sind die Fräser der Serie »Rapid Compression«. Bei diesen Fräsern wechselt die Spiralisierung von links nach rechts, was dazu führt, dass die axialen Schnittkräfte mittig zusammenlaufen, also komprimiert werden. Zudem verfügen die Fräser über Spanbrecher, damit eine zügige Spanabfuhr gewährleistet ist und sich die Prozesstemperatur verringert. Diese Fräser sind insbesondere für die Bearbeitung von Kunststoffen auf Epoxidharz- oder Polyesterbasis mit Carbon- oder Glasfasern vorgesehen und machen es möglich, Oberflächen in Schlichtqualität (ra<2 µm) zu fertigen. Für die Bearbeitung von Aluminium bietet das Programm eine große Vielfalt und reicht vom Kleinstfräser/Mikrofräser für Anwendungen im Aluminium-Formenbau über HSC-Hochgeschwindigkeitsfräser bis zu Hochleistungsfräsern HPC speziell für TDC Trocholidal-Dynamic-Cutting mit CAM-optimierten Werkzeugwegen. Für die 3D-Bearbeitung von Aluminiumformen stehen ab Durchmesser 0,3 mm verschiedene freigestellte Ausführungen für hohe Eingriffstiefen zur Verfügung: Als Version mit scharfen Schneidecken für flachen Nutgrund, als Torusfräser mit Eckenradius oder als Vollradius für Kopierarbeiten. Für die Hochleistungsbearbeitung von Aluminium stehen ebenfalls verschiedene Varianten Fräser zur Verfügung.

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