VDW sieht Trendwende für die Werkzeugmaschinenindustrie

Artikel vom 1. Juni 2021
Sonstige Dienstleistungen / Verbände

Im ersten Quartal 2021 stieg der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 %.

Entwicklung des Auftragseingangs im Werkzeugmaschinenbau (Grafik: VDW).

Entwicklung des Auftragseingangs im Werkzeugmaschinenbau (Grafik: VDW).

Nach dem erfreulichen Anstieg des Auftragseingangs von 26 % gegenüber dem Vorjahresquartal sieht der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW) Licht am Ende des Tunnels: »Die Branche spürt bereits seit etlichen Monaten, dass sich die Stimmung bei den Kunden aufhellt. Nun macht sich dies auch endlich in den Zahlen bemerkbar«, wird VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer zitiert.

Allerdings seien auch die niedrigen Ausgangswerte im ersten Quartal 2020 ursächlich für den hohen Zuwachs, denn ab März 2020 ging die Nachfrage coronabedingt bereits nach unten. Im Vergleich zum ersten Quartal 2019 liegt der Auftragseingang insgesamt noch 14 % unter dem damaligen Stand. Daher sieht der Verband noch eine längere Strecke bis wieder ein gutes Niveau erreicht werde.

Weniger Beschäftigte gegenüber dem Vorjahr

Für die gegenüber dem Vorjahresquartal um 35 % gestiegenen Auslandsaufträge sei vorrangig der Nicht-Euroraum verantwortlich. Hier heize China als Lokomotive für die Weltwirtschaft die Nachfrage an, unterstützt vom neuen Hoffnungsträger USA. Die Erholung finde jedoch insgesamt auf einem breiteren Fundament statt, denn auch Europa lebe wieder auf. Die Kapazitätsauslastung stieg vom Tiefstand mit 67 % im Sommer 2020 auf mittlerweile 79 %.

Die Beschäftigung, ein Spätindikator in der Konjunkturentwicklung, sei rückläufig. Im Februar habe die Branche rund 7 % weniger Menschen (= 66.800 Personen) beschäftigt als im Vorjahr. Im Vergleich zum Produktions- und Bestellrückgang sieht der Verband das als ein sehr moderates Ergebnis. Beim Halten qualifizierten Personals habe die Kurzarbeiterregel sehr geholfen.

Momentan behinderten Engpässe bei den Zulieferungen die Produktion. In einer aktuellen Corona-Umfrage des Verbands gaben fast die Hälfte der befragten Werkzeugmaschinenhersteller an, dass sie schwerwiegende Probleme mit der Lieferung von Elektronikkomponenten haben, speziell bei Steuerungen. 46 % haben Schwierigkeiten bei der Lieferung von Stahl und Metallerzeugnissen.

Der VDW erwartet für das laufende Jahr einen Produktionszuwachs von 6 %. Das Volumen von 12,9 Mrd. Euro läge dann über dem der Finanzkrise 2009/2010, aber noch weit unter den Rekordjahren 2018 und 2019.

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