Sieb & Meyer nimmt neuen Fertigungsstandort in Betrieb
Frequenzumrichter
Sieb & Meyer hat im Lüneburger Hafen einen Produktionsstandort in Betrieb genommen. Dort erfolgen Montage und Endprüfung von Multi-Level-Drive-Controllern für stationäre Highspeed-Anwendungen mit hohen Anforderungen an Stromqualität und Effizienz.

Der neue Fertigungsstandort bietet mehr Platz für Endmontage und -prüfung von Multi-Level-Drive-Controllern (Bild: Sieb & Meyer).
Mit dem neuen Produktionsstandort im Lüneburger Hafen erweitert Sieb & Meyer seine Fertigungskapazitäten für Multi-Level-Drive-Controller. Am neuen Fertigungsstandort werden die Baureihen »SD2M« und »SD4M« montiert und geprüft. Die Erweiterung ist eine Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Frequenzumrichtern für anspruchsvolle Hochgeschwindigkeitsanwendungen und schafft zusätzliche Kapazitäten für weiteres Wachstum.
Montage und Prüfung am neuen Standort
Am neuen Standort werden sämtliche Montageschritte bis zur Endprüfung durchgeführt. Der Fertigungsumfang beginnt mit der Vormontage von Teilkomponenten wie Elko-Boxen, Lüftereinheiten und Anschlussbereichen. Anschließend folgt der Gerätezusammenbau.
Nach der Montage durchlaufen die Geräte Hochvolt- und Isolationstests an der Vorprüfstation. Den Abschluss bilden ein zweistündiger Funktionstest im Wärmeschrank sowie die Endprüfung. Damit bündelt der Standort zentrale Fertigungsschritte für die stationär eingesetzten Frequenzumrichter an einem zusätzlichen Produktionsbereich.
Drei-Level-Technologie für Hochgeschwindigkeitsanwendungen
Die gefertigten Frequenzumrichter sind für den Einbau in Schaltschränken konzipiert. Als typische Anwendungen werden Turboverdichter, Turbokompressoren, ORC-Anlagen und Schwungmassenspeicher genannt. Damit eignen sie sich für Einsatzfelder, in denen hohe Drehzahlen, eine passende Stromqualität und ein effizienter Betrieb des Antriebssystems gefragt sind.
Die Geräte basieren auf der Drei-Level-Technologie, die auch als Multi-Level-Technologie bezeichnet wird. Im Vergleich zu konventionellen Zwei-Level-Umrichtern lässt sich damit eine höhere Stromqualität erzielen. Das kann laut Hersteller Motorverluste und Rotorerwärmung reduzieren und den Gesamtwirkungsgrad des Antriebssystems verbessern. In vielen Hochgeschwindigkeitsanwendungen kann außerdem auf zusätzliche Motorfilter oder Drosseln verzichtet werden. Das vereinfacht die Systemauslegung und reduziert Bauraum sowie Installationsaufwand.
Serienmäßig arbeiten die Frequenzumrichter mit Schaltfrequenzen von bis zu 16 kHz. In ausgewählten Varianten sind bis zu 32 kHz möglich. Dadurch eignen sie sich auch für Anwendungen mit sehr hohen Drehzahlen.



