Standard-Gehäuselager systematisch wirtschaftlich auswählen
Lager, Dämpfer und Schwingungsdämpfer
Findling Wälzlager ordnet Gehäuselager in vier Leistungsklassen ein und nutzt die hauseigene »ABEG«-Methode zur Lebensdauerberechnung. So können Konstruktion und Einkauf technische Anforderungen, Verfügbarkeit und Kosten nachvollziehbar abgleichen.

Der Hersteller setzt bei Gehäuselagern auf ein klar strukturiertes Standardsortiment, transparente Leistungsklassen und die hauseigene »ABEG«-Methode zur Lebensdauerberechnung (Bild: Findling Wälzlager).
Gehäuselager verbinden einen Lagereinsatz mit einem Gehäuse. Das macht sie interessant für Konstruktionen, bei denen eine einfache Montage gefragt ist. Sie eignen sich für Anwendungen, bei denen eine einfache Montage gefragt ist: Statt aufwendiger Passungen reichen Montagebohrungen für die Verschraubung. Auch an der Welle lässt sich der Aufwand reduzieren, weil die Befestigung in vielen Ausführungen über Klemmen erfolgt. Dadurch können vergleichsweise einfach bearbeitete Wellen eingesetzt werden.
Auswahl nach Anwendung
Der Vorteil liegt nicht nur im Produktaufbau. Standardisierte Ausführungen sind normiert, vergleichbar und in vielen Fällen kurzfristig verfügbar. Das erleichtert die Beschaffung, birgt aber auch ein Risiko: Wird die Lagerlösung vorwiegend nach Preis oder Gewohnheit ausgewählt, passt sie zwar technisch, ist wirtschaftlich aber nicht zwingend sinnvoll, so die Sichtweise von Findling Wälzlager.
Um die Auswahl besser an der jeweiligen Anwendung auszurichten, unterteilt Findling sein Standardsortiment in vier Leistungsklassen: »EasyRoll«, »Eco«, »Supra« und »Premium«. Diese Klassen bilden unterschiedliche Anforderungen und Preisniveaus ab. So lässt sich aus einer Standardlösung eine passende Variante auswählen, ohne unnötig in eine Sonderkonstruktion zu wechseln.
Vier Leistungsklassen und Lebensdauerberechnung
Als Grundlage dient die sogenannte »ABEG«-Methode. Sie verbindet technische Anforderungen mit wirtschaftlichen Aspekten und unterstützt eine nachvollziehbare Dimensionierung. Ziel ist es, weder eine zu leistungsfähige noch eine zu schwach ausgelegte Lösung einzusetzen. Für den Einkauf verspricht der Hersteller damit eine einheitliche Vergleichsbasis. Je nach Anwendung werden Einsparpotenziale von bis zu 35 % genannt.
Die Methode beruht auf Leistungskennwerten und wird zur Auswahl sowie Berechnung von Wälzlagern eingesetzt. Ergänzend fließen Erfahrungen aus Kundenanforderungen, anwendungstechnischer Beratung, Schadensanalyse und Lebensdauertests ein. Auch sonderbefettete und modifizierte Ausführungen gehören zum Angebot, wenn Anwendungen spezielle Anforderungen stellen.
Beim Thema Verfügbarkeit verweist das Unternehmen auf mehr als 12 Millionen Produkte und rund 22.000 Wälzlagertypen direkt ab Lager in Karlsruhe. Für standardisierte Lagerlösungen bedeutet das kurze Wege und eine planbare Beschaffung.


