AMCM eröffnet neue Montagehalle für großformatige 3D-Drucker
3D-Druck/additive Fertigung
AMCM hat in Weilheim einen neuen Produktionsstandort für großformatige Metall-3D-Drucksysteme in Betrieb genommen. In der Halle können mehrere Anlagen der Baureihen »AMCM M 450«, »AMCM M 4K« und »AMCM M 8K« parallel montiert und in Betrieb genommen werden.

Die neue Produktionshalle in Weilheim bietet Platz für die Montage großformatiger Metall-3D-Drucksysteme (Bild: AMCM).
AMCM, ein Tochterunternehmen der EOS GmbH, erweitert seine Produktionskapazitäten mit einem neuen Montagestandort in Weilheim. Die Halle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Hauptsitz in Starnberg und wurde gemeinsam mit der Bauer Unternehmensgruppe realisiert. Sie ist seit dem 1. August 2026 in Betrieb. Hintergrund des Ausbaus ist nach Unternehmensangaben eine steigende Nachfrage nach großformatigen Anlagen für die additive Fertigung von Metallbauteilen.
Mehr Platz für Großanlagen
Am neuen Standort werden künftig die Systeme »AMCM M 450«, »AMCM M 4K« und »AMCM M 8K« montiert und in Betrieb genommen. Abhängig vom jeweiligen Produktmix können mehrere Anlagen gleichzeitig aufgebaut werden. Dadurch erweitert AMCM insbesondere seine Kapazitäten für größere Kundenprojekte.
Die Produktionshalle ist auf die Handhabung entsprechend großer und schwerer Anlagenkomponenten ausgelegt. Zur Ausstattung gehören ein 10-t-Kran mit einer Spannweite von 25 m sowie ein zusätzlicher 5-t-Kran. Damit stehen sowohl für die Montage als auch für Logistik und Inbetriebnahme der Systeme entsprechende Hebe- und Transportmöglichkeiten zur Verfügung.
Großformatiger Metall-3D-Druck
Als wesentlichen Grund für die Kapazitätserweiterung nennt das Unternehmen die Nachfrage nach dem Laser-Powder-Bed-Fusion-System »AMCM M 8K«, das für die additive Fertigung großformatiger Metallbauteile ausgelegt ist. Laut AMCM lassen sich damit Bauteilhöhen von bis zu 1,6 m innerhalb eines Druckprozesses realisieren.
Die Anlagen werden unter anderem für Anwendungen in Luft- und Raumfahrt, Energietechnik, Forschung und weiteren industriellen Bereichen eingesetzt. Zu den möglichen Bauteilen zählen Raketenkomponenten, Wärmetauscher und Komponenten für Energieanlagen. Besonders bei großen Bauteilen mit komplexen Geometrien kann die additive Fertigung Konstruktionen ermöglichen, die sich mit konventionellen Verfahren nur mit erhöhtem Aufwand oder nicht in einem Stück herstellen lassen.


