Trumpf erweitert Werkzeugangebot für Blechbearbeiter
Schnitt-, Stanz-, Zieh- und Biegewerkzeuge
Trumpf übernimmt Mate Precision Technologies und erweitert damit das Angebot an Stanz- und Biegewerkzeugen für die Blechbearbeitung. Kunden sollen auch Maschinen anderer Hersteller mit passenden Werkzeugen und technischem Service bedienen können.

Bild: Trumpf.
Der Ditzinger Maschinenbauer Trumpf hat Mate Precision Technologies übernommen und baut damit sein Angebot für die Blechbearbeitung aus. Das US-Unternehmen bleibt unter eigener Marke am Markt aktiv, Geschäftsführung und internationale Teams sollen unverändert weiterarbeiten. Für Kunden verspricht der Maschinenbauer vorwiegend mehr Zugang zu Werkzeugen, Anwendungsunterstützung und technischem Kundendienst für unterschiedliche Produktionsumgebungen.
Bislang bot Trumpf seinen Kunden Biege- und Stanzwerkzeuge an, die ausschließlich mit eigenen Maschinen kompatibel waren. Durch die Übernahme kann das Unternehmen künftig auch »Stanz- und Biegewerkzeuge« anbieten, die auf Stanz- und Biegemaschinen anderer Hersteller eingesetzt werden. Ergänzend soll der technische Kundendienst für Maschinen namhafter Hersteller ausgebaut werden.
Mehr Werkzeugangebot für unterschiedliche Maschinen
Die übernommene Gesellschaft fertigt Werkzeuge für zahlreiche Maschinenmarken und ist im Bereich Stanz- und Biegewerkzeuge international etabliert. In Nordamerika umfasst das Angebot zudem Abkantwerkzeuge sowie Laser-Verbrauchsmaterialien. Die Produkte und Services sind laut Mitteilung über mehr als 80 Handelspartner in Industrieländern verfügbar.
Für Blechbearbeiter soll die Kombination beider Unternehmen den Zugang zu Fachwissen im Werkzeugbereich verbessern. Dazu zählen Anwendungsunterstützung, Lösungen für unterschiedliche Produktionsumgebungen und ein breiteres Werkzeugprogramm. Produkte, Dienstleistungen, Verträge und Ansprechpartner sollen für Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten und Partner voraussichtlich unverändert bleiben.
Fertigung näher an den Kunden
Der Schritt ist zudem Teil der kundenorientierten Strategie, Maschinen und Serviceprodukte dort zu fertigen, wo sie benötigt werden. Die Lokalisierung soll Lieferketten widerstandsfähiger machen, regionale Fertigung und Auslieferung ermöglichen und den Produktionsstandort in Minnesota für die Versorgung von Kunden in Nordamerika ergänzen.
Gleichzeitig will der Maschinenbauer damit seine Marktposition in den USA, Kanada und Mexiko ausbauen. Die Standorte in Minnesota ergänzen die bestehenden lokalen Produktionsstätten in Farmington, Connecticut, wo seit 1974 gefertigt wird. Umgekehrt eröffnet die globale Präsenz des neuen Eigentümers dem übernommenen Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten im internationalen Vertrieb und Service.


