Kompakter Schweißarbeitsplatz manuelles Schweißen
Weitere Schweiß- und Schneidsysteme
Apfel stellt mit »SAP« auf der AMB 2026 am Stand EO550 (Eingang Ost) ein Arbeitsplatzsystem für manuelles Schweißen vor. Die Workstation versorgt zwei Plätze über Gelenkarm-Ausleger mit Absaugung, Strom, Druckluft und Gas. So bleiben Kabel und Schläuche vom Boden weg, Wegezeiten sinken und der Arbeitsschutz wird unterstützt.

Komplettversorgung für zwei Schweißarbeitsplätze auf minimaler Grundfläche (Bild: Apfel).
Mit dem Arbeitsplatzsystem »SAP« will Apfel manuelle Schweißarbeitsplätze strukturieren und die Versorgung der Werker bündeln. Die versetzbare Workstation ist für zwei Schweißplätze ausgelegt und führt die Medien über zwei jeweils vier Meter lange Gelenkarm-Ausleger an den Arbeitsplatz. Sie eignet sich für MIG/MAG-, WIG-, Lichtbogen- und Autogenschweißen und wird auch zur Wandmontage angeboten. Auf der AMB 2026 ist ein 1:1-Modell zu sehen.
Medienführung von oben
Das System führt Schweißrauch-Absaugung, Strom, Druckluft und Schutzgas von oben in die direkte Reichweite des Werkers. Dadurch bleibt der Boden frei von Kabeln und Schläuchen, kann leichter befahren werden und bietet weniger Stolperstellen. Das ist hauptsächlich in Bereichen mit mobilen Schweißtischen oder häufig wechselnden Bauteilen relevant.
Beide Ausleger sind mit flexiblen Absaugschläuchen ausgestattet; in den Trichtern sitzen Leuchtspots. Dazu kommen ein Roboterleerrohr, je ein Abroller für Stromkabel und Druckluftschlauch sowie Leitungen für Pressluft und Schutzgas. Im stählernen Mittelturm befindet sich ein Werkzeugschrank, die Seitenwände sind mit Lochblechen zur Aufnahme von Arbeits- und Betriebsmitteln versehen. Hinter einer Lochblechklappe steht ein W3-zertifiziertes Absauggerät mit automatischer Filterreinigung.
Prozessoptimierung in der Schweißerei
Die modulare Bauweise soll Such- und Wegezeiten verringern, Rüst- und Nebenzeiten reduzieren sowie den Arbeitsplatz übersichtlicher machen. Gleichzeitig werden Kabel und Schläuche geschützt, was Reparaturen und Prüfaufwand senken kann. Das Absaugsystem lässt sich zudem so einsetzen, dass Abluft zur Senkung der Heizkosten genutzt werden kann.
Weitere Optionen betreffen die Medienversorgung und den Materialfluss: Möglich sind etwa eine Ringleitung mit gebündelten Gasflaschen statt Einzelflaschen oder 200-kg-Fassspulen anstelle kleiner Schweißdrahtspulen. Auch die Überkopf-Befestigung kompakter Schweißgeräte am Ausleger ist vorgesehen. Wird der Brenner herangezogen, folgt der Trichterschlauch der Absaugung automatisch.
Varianten und Zubehör
Neben dem freistehenden Basismodell gibt es eine Variante für die Wandmontage mit großer Lochblechtafel in der Mittelsäule sowie komplett bestückte Solo-Ausleger zur Wand- oder Trägermontage. Die Gelenkarme und Absaugschläuche ermöglichen eine Arbeitsbreite von bis zu 13 m, was für Betriebe interessant ist, die große oder wechselnde Bauteile bearbeiten.
Zum Zubehör gehören mobile Schweißtische mit je 1800 kg Traglast, pneumatischer Höhenverstellung und großen Schubladen. Ergänzend sind unter anderem Schraubstock, Gasflaschenhalter, Steckdosenleiste mit FI-Schutzschalter sowie Lochblechmodule zur Aufnahme von Schweißgerät, Handwerkzeugen und Verbrauchsmaterialien erhältlich. Damit lässt sich die Station an unterschiedliche Anforderungen in Industrie und Handwerk anpassen.
Die AMB findet vom 15. bis 19. September 2026 in Stuttgart statt.


