Überwachung von Kransystemen

Artikel vom 23. März 2026
HMI/SCADA

Der Kranhersteller Brun Marti Dytan nutzt Weidmüller-Produkte, um seine Kräne zu überwachen. Produkte wie »Procon-Web«, IoT-Gateways und »u-link« arbeiten zusammen, damit Betreiber Kransysteme effizienter nutzen können.

Das HMI von Weidmüller wird zur Überwachung von Kränen aus der Ferne genutzt (Bild: Brun Marti Dytan).

Das HMI von Weidmüller wird zur Überwachung von Kränen aus der Ferne genutzt (Bild: Brun Marti Dytan).

Der Schweizer Hersteller von Kransystemen Brun Marti Dytan verbaut in den Schaltschränken IoT-Gateways von Weidmüller, auf denen die HMI- und SCADA-Lösung »Procon-Web« installiert ist. Diese bildet Dashboards ab, mit denen die Kräne überwacht werden können. Dank des Baukastensystems hinter der Software können Dashboards ganz nach Bedarf aufgebaut werden.

So setzt der Kranhersteller z. B. anstelle eines Cloud-Anbieters auf externe, auf eigener Hardware installierte Datenbanken, um die von der Steuerung erhobenen Daten zu sichern. Durch OPC UA liest die Software die Steuerung aus, deren Daten zu Dashboards zusammengefasst und überwacht werden. Mithilfe des quelloffenen Datenbankmanagementsystems »InfluxDB« leitet die Software die gesammelten Informationen an die externe Datenbank weiter.

Im Falle von Störungen übernimmt die SCADA-Software die Benachrichtigung, wobei das IoT-Gateway angesteuert wird, das wiederum eine SMS an das Personal des Kranbetreibers sendet. Das erhöht die Sicherheit für die Betreiber und trägt zu einer gesteigerten Lebensdauer des Krans bei.

Ausführung über Docker-Engine

Das IoT-Gateway stellt eine Docker-Engine bereit, über die die SCADA-Software ausgeführt wird. Über die Docker-Engine läuft auch das Fernwartungssystem »u-link«, mit dessen Hilfe bereits im Voraus erkennbar wird, ob bzw. welche Ersatzteile das Servicepersonal mitbringen muss. Dadurch kann Betreibern schneller und effektiver geholfen werden. Durch den Fernzugriff, können auch Fehler aus der Distanz analysiert und behoben werden.

Für Kran-Sonderanfertigungen, die mehr Geräteleistung benötigen, kann das IoT-Gateway durch ein performanteres Produkt ausgetauscht werden. Solange dieses Gerät eine Docker-Engine besitzt, kann auch darauf die Visualisierungssoftware installiert und in Betrieb genommen werden. Im Falle einer Wartung ist das Schweizer Unternehmen auch nicht von dem IoT-Gateway abhängig, sondern kann andere Produkte mit ähnlicher Funktion einsetzen.

Neben den Bordmitteln der SCADA-Software, etwa standardisierte Controls, können Betreiber auch eigene Controls erstellen und im HMI verwenden. Das Benutzermanagement ist mit Rollen und Rechten ausgestattet, sodass auch Dashboards individuell gestaltbar sind.

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