Mapal blickt optimistisch in die Zukunft

Artikel vom 28. Juli 2021
Präzisionswerkzeuge allgemein

Der Hersteller von Präzisionswerkzeugen Mapal ist traditionell stark mit der Automobilindustrie verbunden. Entsprechend groß ist der Einfluss der Branche auf das Unternehmen.

Dr. Jochen Kress stellt bei der Presseknferenz 2021 die Zahlen für das Jahr 2020 vor (Bild: Mapal).

Bereits seit 2018 hat die Automobilindustrie mit sinkenden Pkw-Absatzzahlen zu kämpfen. Den Präzisionswerkzeughersteller Mapal traf der Rückgang etwas zeitversetzt im zweiten Halbjahr 2019, als besonders die für das Unternehmen wichtigen Projektaufträge zu großen Teilen wegbrachen. Der Umsatz der Firmengruppe ging im Jahr 2019 nur gering um 3 % auf 620 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Im Jahr 2020 kam die globale Corona-Krise hinzu. Zuerst musste Mapal China, immerhin der zweitgrößte Standort der Unternehmensgruppe, für mehrere Wochen schließen, anschließend erreichte das Virus alle weiteren Märkte. Das weltweite Herunterfahren der Produktionen sowie die sich verschlechternde Lage der bereits krisengeschüttelten Automobilindustrie ließen auch Aufträge für den Werkzeughersteller ausbleiben.

Gruppenumsatz 2020 gesunken

Auch der zweite große Markt für Mapal-Werkzeuge Luftfahrtindustrie geriet durch Corona in die Krise. Flugzeuge blieben am Boden, Flugzeugbestellungen wurden storniert, die Branche hatte mit Umsatzrückgängen bis zu 90 % zu kämpfen. Entsprechend kommen auch aus diesem Bereich nur wenige Aufträge beim Aalener Unternehmen an.

So treffen die Konjunkturkrise, der Strukturwandel im Automobilbereich sowie die Corona-Pandemie den Werkzeughersteller erheblich. Folglich reduzierte sich der Gruppenumsatz im Jahr 2020 auf 460 Millionen Euro. Stand heute geht die Geschäftsführung unter optimistischen Gesichtspunkten davon aus, dass frühestens im Jahr 2023 wieder ein ähnliches Umsatzniveau wie vor der Corona-Krise erreichen wird. Für das Jahr 2021 rechnet Mapal mit einer Umsatzsteigerung von 10 bis 15 %.

Die Prognose basiert auf einer erkennbaren Marktbelebung innerhalb der letzten Monate sowie auf zusätzlichen Potenzialen aus neuen Branchen wie dem Werkzeug- und Formenbau. Auch für den Technologiewandel in der Automobilindustrie sieht sich Mapal gerüstet. »Lösungen für sämtliche Antriebskonzepte sowie für die erforderlichen Nebenaggregate kommen bereits heute nahezu bei allen E-Mobilitätsherstellern zum Einsatz«, wird Dr. Jochen Kress zitiert. Darüber hinaus habe der Werkzeughersteller die Zeit der Pandemie intensiv genutzt, um neue Produkte und Lösungen auch im digitalen Umfeld als Basis für zusätzliches Wachstum zu entwickeln.

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