Transparenter Laserschnitt

Artikel vom 13. Oktober 2026
Laserbearbeitung

Trumpf stellt zur Euroblech 2026 an Stand 11-B70 die neue »TruLaser 5000« vor. Kameras, Sensorik und Live-Daten sollen Abläufe beim Laserschneiden transparenter machen, Stillstände reduzieren und die Auslastung in der Blechbearbeitung verbessern.

Integrierte Kameras, Sensorik und kontinuierliche Statusüberwachung machen Abläufe in der Blechbearbeitung transparenter (Bild: Trumpf).

Integrierte Kameras, Sensorik und kontinuierliche Statusüberwachung machen Abläufe in der Blechbearbeitung transparenter (Bild: Trumpf).

Mit seiner neuen Generation der Laserschneidmaschinen »TruLaser 5000« wendet sich Trumpf an Betriebe, die ihre Abläufe in der Blechbearbeitung genauer verfolgen und ihre Anlagen besser auslasten wollen. Integrierte Kameras, Sensorik und eine kontinuierliche Statusüberwachung liefern Informationen zum Bearbeitungsprozess und machen sichtbar, wann produktive Zeit verloren geht.

Die Daten sollen Anwender dabei unterstützen, Abweichungen früher zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. Im Fokus stehen hauptsächlich Stillstände, Kollisionen, Schnittabbrüche und Situationen, in denen Bediener schneller reagieren müssen. Damit eignet sich die Maschine für Unternehmen, die bereits mit automatisierten Laserschneidprozessen arbeiten und nun die Transparenz ihrer Fertigung erhöhen möchten.

Mehr Überblick über Maschine und Prozess

Für die Prozessbeobachtung sind mehrere Kameras in die Laserschneidmaschine integriert. Die Live-Streams lassen sich ortsunabhängig abrufen und zeigen unter anderem den Maschineninnenraum, den Schneidprozess und den Palettenwechsler. Ergänzt durch Live-Daten weiterer Anlagen entsteht am Bedienpanel ein zentrales Dashboard für die Fertigung.

Verantwortliche sehen dort Maschinenstatus, Restlaufzeiten und aktuelle Ereignisse. Kamerabilder und Echtzeit-Benachrichtigungen zeigen, wo Unterstützung erforderlich ist. Dadurch können sie schneller eingreifen, ungeplante Stillstände vermeiden und mehrere Maschinen parallel betreuen.

Neu ist außerdem eine Kollisionsübersicht im Dashboard. Sie zeigt, in welchen Programmen Kollisionen zwischen Düse und Blech zu Stillständen geführt haben. Anwender können so wiederkehrende Fehler schneller identifizieren und Maßnahmen ableiten, um sie künftig zu vermeiden. Serienmäßig umfasst die Maschine drei Jahre Condition-Monitoring-Funktionen. Der prädiktive Service überwacht Maschinenzustände, erkennt mögliche Ausfälle frühzeitig und trägt dazu bei, ungeplante Stillstände zu reduzieren.

Assistenzsysteme für stabilere Schneidprozesse

Für mehr Prozesssicherheit setzt die neue Generation auf Assistenzsysteme fürs Laserschneiden. »Active Speed Control« überwacht den Schneidprozess in Echtzeit, erkennt Qualitätsabweichungen während der Bearbeitung und passt die Vorschubgeschwindigkeit automatisch an.

Zur Euroblech neu ist die Überwachung des Düsenzustands während des Schneidens. Erkennt das System Verschmutzungen, stößt es einen Prüfzyklus an. So kann die Maschine frühzeitig reagieren, bevor Ausschuss entsteht. Die Funktion »Smart Rerun« erkennt Schnittabbrüche automatisch und setzt den Schneidvorgang an der passenden Stelle fort. In Kombination mit der Prozessüberwachung kann die Anlage auch bei Fehlschnitten ohne Bedienereingriff weiterproduzieren. Das reduziert Stillstandszeiten und unterstützt eine gleichmäßigere Fertigung.

Einsatzbereiche

Die Laserschneidmaschine ist aus Sicht von Trumpf für Unternehmen ausgelegt, die Bauteile automatisiert schneiden und ihre Anlagen möglichst durchgängig nutzen wollen. Mit bis zu 24 kW Laserleistung bearbeitet sie gängige Materialien in der Blechfertigung, je nach Format mit Abmessungen von 3 m × 1,5 m bis 6 m × 2 m.

Damit empfiehlt der Hersteller die Maschine sowohl für filigrane Präzisionsbauteile als auch für großformatige Komponenten. Als typische Einsatzbereiche werden Maschinenbau, Landmaschinen,  Nutzfahrzeugbau sowie Lohnfertigungen genannt.

Die Euroblech findet vom 20. bis 23. Oktober in Hannover statt.

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