Hartmetall aus Schleifschlamm zurückgewinnen und Kosten senken

Artikel vom 27. August 2026
Recycling, Transport, Lagerung und Sammlung

Hartmetall wird teurer, Lieferketten werden kurzfristiger. Vomat zeigt, wie KSS-Feinstfiltration Schleiföl sauber hält und zugleich Hartmetallpartikel aus Schleifschlamm für das Recycling verfügbar macht.

Die Feinstfiltration extrahiert Hartmetall aus Schleifschlamm und entlastet Betriebe wirtschaftlich wie ökologisch (Bild: Vomat).

Die Feinstfiltration extrahiert Hartmetall aus Schleifschlamm und entlastet Betriebe wirtschaftlich wie ökologisch (Bild: Vomat).

Die steigenden Rohstoffkosten rücken die Rückgewinnung von Hartmetall in der Werkzeug- und Metallindustrie stärker in den Fokus. Neben Energieeffizienz und Prozessstabilität geht es zunehmend darum, wertvolle Stoffe im Kreislauf zu halten. Saubere Kühlschmierstoffe sind dabei eine Voraussetzung für stabile Schleifprozesse und eine gleichbleibende Fertigungsqualität.

Der Hartmetallmarkt steht laut vorliegender Presseinformation unter Druck. Der Preis für Ammoniumparawolframat (APT), ein wichtiges Vorprodukt für Wolframcarbid, stieg seit Jahresbeginn 2026 deutlich. Auch Gewichtszuschläge auf Hartmetallstäbe legten im genannten Zeitraum zu. Bei einem Wolframanteil von 85 bis 90 % im Hartmetall wirkt sich diese Entwicklung direkt auf den Materialwert und damit auf die Herstellungskosten aus.

Zugleich verändern sich die Beschaffungsbedingungen. Europäische Lagerbestände chinesischer Anbieter werden demnach zurückgefahren, während für 2026 eine angespannte Versorgungslage erwartet wird. Erste Werkzeughersteller reagieren mit Tagespreis-Kalkulationen oder Materialoptionen. Damit gewinnt ein Bereich an Bedeutung, der bisher oft als Nebenprozess betrachtet wurde: die Rückgewinnung von Hartmetall aus Schleifschlamm.

Feinstfiltration hält Kühlschmierstoffe im Kreislauf

Vomat setzt dafür auf KSS-Feinstfiltration im Vollstromverfahren. Anlagen der »FA-Serie« sowie zentrale Filtersysteme trennen Schmutz- und Sauberöl vollständig. Mit einer Filtrationsqualität nach NAS 7 werden Partikelgrößen von 1 bis 3 μm abgeschieden.

Hochleistungsfilter, angepasste Rückspülzyklen und geregelte Kühlsysteme sorgen dafür, dass Kühlschmierstoffe länger nutzbar bleiben und ihre Eigenschaften konstant halten. Das unterstützt stabile Schleifprozesse und reduziert den Aufwand für den Umgang mit verunreinigten Medien. Gleichzeitig werden feinste Hartmetallpartikel direkt aus dem Prozess separiert.

Schleifschlamm wird zum Sekundärrohstoff

Ihr wirtschaftliches Potenzial entfaltet die Filtration besonders in Kombination mit Wertstoffrückgewinnung. Beim Schleifen von Hartmetallwerkzeugen kommt dafür ein speziell entwickelter Sedimentator zum Einsatz. Er trennt den ausgefilterten Schleifschlamm weitgehend vom Öl, sodass ein vermarktbarer Rohstoff entsteht.

Das System erreicht laut Unternehmensinformation einen Restölanteil im sedimentierten Hartmetallschlamm von unter 6 %, was die Voraussetzungen für die Weitergabe an Recyclingunternehmen schafft. Während des Abscheideprozesses bleibt die Filteranlage in Betrieb, wodurch keine Produktionsunterbrechungen entstehen.

Ein weiterer Punkt ist die sortenreine Abführung des Materials. Der abgeschiedene Schlamm gelangt ohne verunreinigende Nebenstoffe direkt in Recyclingbehälter. Da die Hochleistungsfilter ohne Hilfsmittel wie Zellulose oder Papierbänder arbeiten, bleibt das Hartmetall frei von Fremdstoffen, die den Recyclingwert mindern könnten.

Ressourceneffizienz als Teil der Prozesskosten

Die Kombination aus Filtration und Rückgewinnung reduziert Entsorgungskosten, verbessert die Prozessstabilität und unterstützt einen ressourcenschonenden Umgang mit Hartmetall. Rohstoffe bleiben dabei nutzbar, Kühlschmierstoffe länger im Kreislauf und Schleifschlamm wird zu einem verwertbaren Materialstrom.

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