Wohlhaupter übernimmt »KOMflex« für digitale Feinbohrwerkzeuge
Technologietransfer
Die Wohlhaupter GmbH übernimmt die »KOMflex«-Technologie von Ceratizit. Die Lösung für automatisch verstellbare Feinbohrköpfe soll ab Mitte September 2026 verfügbar sein und das Portfolio digitaler Feinbohrwerkzeuge ergänzen.

»KOMflex«-Feinspindelkopf (Bild: Ceratizit).
Die Wohlhaupter GmbH übernimmt im Rahmen eines Technologietransfers die »KOMflex«-Technologie von Ceratizit. Das Unternehmen wird die Lösung weiterentwickeln, in das eigene Portfolio integrieren und künftig die Betreuung sowie Vermarktung für Bestandskunden übernehmen. Die Produktverfügbarkeit ist ab dem 14. September 2026 vorgesehen. Vorgestellt werden soll das neue Produkt auf der AMB in Stuttgart und der IMTS in Chicago.
Bei der Technologie handelt es sich um einen automatisch verstellbaren Feinbohrkopf, der Schneidenverschleiß kompensiert. Damit unterstützt die Lösung die prozesssichere Feinbearbeitung von Bohrungen und ergänzt das bestehende Angebot im Bereich digitaler Feinbohrwerkzeuge. Durch die gemeinsame BLUM-Funktechnologie lässt sich die Integration in Maschinen laut Mitteilung einfach und wirtschaftlich umsetzen.
Fokus auf digitale Bohrungsbearbeitung
Mit der Übernahme baut der Präzisionswerkzeughersteller sein Angebot im Bereich digitaler Werkzeuge für die Bohrungsbearbeitung aus. Ceratizit strafft im Zuge der Übergabe sein Produktportfolio und will bei entsprechenden Anwendungen künftig Lösungen des neuen Technologiepartners einsetzen.
Für Sensorik und Elektronik setzt der Hersteller weiterhin auf Technologie von Blum-Novotest. Bei der Installation der Systeme arbeitet er weltweit mit dem Anbieter von Mess- und Prüftechnik zusammen. Die Verbindung aus Feinbohrwerkzeug, Verstelltechnik und Funkanbindung soll Anwendern helfen, Bearbeitungsprozesse stabiler zu führen und Verschleiß direkt im Prozess auszugleichen.
Übergang für Bestandskunden
Für bisherige Ceratizit-Kunden endete die Unterstützung durch den bisherigen Anbieter zum 31. Mai 2026. Wegen des Technologietransfers und der Verlagerung von Service-Assets pausiert die Produktverfügbarkeit zunächst. Ab dem 14. September 2026 soll sie unter neuer Verantwortung wieder aufgenommen werden.
Der Schritt ergänzt ein Portfolio, das auf Präzisionswerkzeuge für die Bohrungsbearbeitung ausgerichtet ist. Dazu zählen modulare Werkzeugsysteme, digitale Werkzeuge mit optoelektronischer Verstellwegmessung sowie Feindrehwerkzeuge mit integrierter Verstellwegmessung. Genannt wird außerdem die 3E Tech mit externer Digitalanzeige für Standard- und Sonderwerkzeuge. Der angegebene Durchmesserbereich reicht von 0,4 mm bis 3,255 mm.


