Korrosionsschutz: Technischer Handel hilft bei der Auswahl

Artikel vom 23. Oktober 2026
Sonstige technische Dienstleistungen

Der VTH Verband Technischer Handel e. V. zeigt, warum Korrosionsschutz für Anlagen in Industrie und Prozessumgebungen wichtig ist. Technische Händler beraten dabei zu aktiven und passiven Verfahren, passenden Beschichtungen, Entrostung und relevanten Vorgaben.

Die Infografik Korrosionsschutz zeigt kompakt die Ansätze für erfolgreichen Korrosionsschutz (Bild: VTH).

Die Infografik Korrosionsschutz zeigt kompakt die Ansätze für erfolgreichen Korrosionsschutz (Bild: VTH).

Korrosion kann in vielen Industriebetrieben zu Anlagenausfällen, hohen Instandhaltungskosten und Sicherheitsrisiken führen. Besonders betroffen sind Bereiche, in denen Anlagen dauerhaft mit aggressiven Medien, hohen Temperaturen oder Druckbelastungen arbeiten. Dazu zählen etwa die Chemie- und Prozessindustrie, in der Säuren, Laugen, Gase oder Lösungsmittel auf Rohre, Verbindungen, Reaktoren und weitere Bauteile einwirken. Ohne geeignete Schutzmaßnahmen können Undichtigkeiten entstehen, durch die giftige oder explosive Stoffe austreten.

Auch wirtschaftlich ist das Thema relevant, und obwohl moderne Technologien einzelne Bauteile wirksamer schützen können, steigen die Kosten unter anderem durch alternde Infrastruktur an vielen Industriestandorten. Ein gezielter Schutz trägt dazu bei, Ausgaben für Reparaturen, Ersatzteile und Stillstände zu reduzieren. Gleichzeitig verlängert er die Nutzungsdauer von Materialien, senkt den Rohstoffbedarf und verringert Industrieschrott.

Aktive und passive Verfahren

Der technische Handel unterscheidet im Wesentlichen zwischen aktivem und passivem Schutz. Beim aktiven Verfahren wird direkt in chemische oder elektrochemische Abläufe eingegriffen. Ein Beispiel sind Opferanoden: Dabei korrodiert ein weniger edles Material anstelle des Hauptmetalls und schützt dieses vor Rost.

Der passive Schutz trennt das Metall dagegen durch eine Schicht von seiner Umgebung. Eine chemische Reaktion soll dadurch gar nicht erst stattfinden. Zu den klassischen Möglichkeiten zählen Lackierungen mit Anstrichen oder Sprays, Kunststoffbeschichtungen, Verzinnungen sowie das regelmäßige Einfetten von Bauteilen.

Auswahl hängt von Einsatzbedingungen ab

In der Praxis reicht es aus Sicht des VTH nicht aus, nur ein einzelnes Verfahren zu betrachten. Entscheidend sind die konkreten Umweltbedingungen, etwa Luftfeuchtigkeit, Chemikalienkontakt, Temperatur, Druck und mechanische Belastung. Hinzu kommen das verwendete Metall, die gewünschte Schutzdauer und die Frage, ob Bauteile bereits angegriffen sind. In solchen Fällen kann vorab eine Entrostung oder ein geeignetes Verfahren zur Rostentfernung notwendig sein.

Auch die spätere Anwendung spielt eine Rolle. Je nachdem, ob der Schutz gesprüht, gestrichen, aufgebracht oder für Lagerung und Transport eingesetzt werden soll, kommen unterschiedliche Produkte und Verfahren infrage. Technische Händler können diese Anforderungen einordnen und bei der Auswahl unterstützen.

Vorgaben und Regelwerke berücksichtigen

Neben den Einsatzbedingungen sind auch rechtliche und technische Vorgaben zu beachten. Genannt werden unter anderem die REACH-Verordnung sowie die Normen DIN EN ISO 12944 und DIN EN ISO 1461. Sie geben Orientierung für Beschichtungen, Verzinkungen und den Umgang mit Stoffen. Eine fachliche Beratung hilft, die passende Lösung auf die jeweilige Anwendung abzustimmen und typische Risiken bei Auswahl, Verarbeitung und Nutzung zu vermeiden.

Der VTH weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass technische Händler den Maschinen- und Anlagenbau zu aktiven und passiven Verfahren, passenden Beschichtungen, Entrostung und relevanten Vorgaben umfassend beraten und begleiten. Die Beratung durch einen technischen Händler spart den Unternehmen dabei Kosten sowie Zeit und umgeht damit Probleme und Risiken.

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