Schirmer spricht neue Branchen an

Artikel vom 28. September 2026
Bearbeitungszentren

Die Schirmer Maschinen GmbH richtet ihre Technologie für Aluminiumprofile stärker auf Automotive, Aviation und Railway aus. Das zeigt das Unternehmen auf der Messe Aluminium am Stand 5C30.

Beispiel für ein kundenindividuell konfiguriertes Durchlaufzentrum für die Bearbeitung von Aluminium-Konstruktionsprofilen (Bild: Schirmer).

Beispiel für ein kundenindividuell konfiguriertes Durchlaufzentrum für die Bearbeitung von Aluminium-Konstruktionsprofilen (Bild: Schirmer).

Die Schirmer Maschinen GmbH hat ihre Wurzeln in der PVC-Profilbearbeitung für Fenster und Haustüren. Heute haben sich die Umsatzanteile von PVC und Aluminium laut Unternehmensangabe angeglichen. Die Erfahrung aus der Bearbeitung variantenreicher PVC-Profile nutzt der Maschinenbauer, um Anforderungen bei Aluminiumprofilen zu erfüllen. Dafür wurde der modulare Baukasten für Aluminiummaschinen überarbeitet und wird weiterentwickelt. Im Fokus stehen eine steife, präzise Mechanik und servomotorische NC-Funktionen, die Bearbeitungsqualität, Geschwindigkeit und Flexibilität bei unterschiedlichen Profilgeometrien unterstützen.

Die Durchlaufzentren werden aus weitgehend standardisierten Prozessmodulen kundenspezifisch konfiguriert. So lassen sich Produkt- und Produktionsanforderungen skalieren und unterschiedliche Automatisierungsgrade abbilden. Der Ansatz zielt darauf ab, anspruchsvolle Aluminium- und Stahlprofile mit hoher Variantenvielfalt präzise und schnell zu bearbeiten.

Präzision, Flexibilität und Prozessstabilität

Für Branchen wie Automotive sowie Luft- und Raumfahrt bietet das Unternehmen automatisierte Anlagen mit hoher Präzision an. Diese verfügen etwa über Positionierung über den Motorgeber, profilindividuelle Aufspannkonzepte und Temperaturkompensation zur Prozessstabilisierung.

Als Kundenbeispiele realisierter Bearbeitungszentren nennt der Maschinenbauer Bosch Rexroth bei Konstruktionsprofilen, Aluteam Fahrzeugtechnik und Cheval Liberté/Debon im Nutzfahrzeug- und Anhängerbau sowie Elaut, Entwickler und Hersteller von Greifautomaten und Münzschiebern für Spielautomaten. In diesen Projekten ging es um Präzision, eine Vielzahl anspruchsvoller Profilquerschnitte und unterschiedliche Bearbeitungsprozesse.

Automatisierung für variantenreiche Produktion

Kunden sollen von der Kombination aus Bearbeitungsqualität, Geschwindigkeit und Flexibilität profitieren. Steifes, vibrationsarmes und profilindividuelles Spannen ohne manuelles Umrüsten unterstützt hohe Vorschübe. Bewegungssynchronisation, parallele Bearbeitungen und kurze Werkzeugwechselzeiten sollen die Ausbringleistung verbessern. Die Flexibilität im Bauteilspektrum soll zudem Produkteinführungen verkürzen, Reaktionen auf Marktveränderungen beschleunigen und Investitionssicherheit schaffen.

Automatisierung unterstützt Anwender zudem beim Umgang mit Fachkräftemangel. Die Bearbeitungszentren werden hierfür mit dem modularen, steckbaren und schaltschranklosen Steuerungskonzept »MX« von Beckhoff geliefert. Als Vorteile des Systems werden Platzersparnis im Maschinenlayout, bessere Einsehbarkeit der Prozesse sowie Vorteile bei Diagnose und Wartung genannt.

Beim Auftritt auf der Messe Aluminium will Schirmer konkrete Anwendungen dem Fachpublikum aus unterschiedlichen Branchen vorstellen.

Die Aluminium findet vom 6. bis 8. Oktober in Düsseldorf statt.

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