Reparaturpaste setzt Risse in Gussbauteilen hitzefest instand

Artikel vom 16. September 2026
Werkstoffe allgemein

Mit »Pyro-Putty Typ 2400« bietet Kager eine wasserbasierte Reparaturpaste für Risse, Ausbrüche und Erosionsschäden in Gusseisen sowie Aluminium- und Stahlguss. Sie ist laut Unternehmensangabe bis 1093 °C temperaturbeständig und kann Demontage, Schweißen oder Austausch vermeiden.

Bei oberflächlichen Schäden, die Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit nicht beeinträchtigen, kann die Reparaturpaste eine Alternative sein (Bild: Kager).

Bei oberflächlichen Schäden, die Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit nicht beeinträchtigen, kann die Reparaturpaste eine Alternative sein (Bild: Kager).

Risse, Ausbrüche und erosive Schadstellen an Bauteilen aus Gusseisen, Aluminiumguss oder Stahlguss können im Maschinen- und Anlagenbau schnell aufwendig werden. Das gilt besonders dann, wenn eine Demontage lange Stillstandzeiten verursacht oder Schweißen nicht zielführend ist. Eine wasserbasierte, mit Keramik- und Edelstahlpartikeln gefüllte Reparaturpaste wie »Pyro-Putty Typ 2400« von Kager kann hier eine wirtschaftliche Lösung sein. Nach der Aushärtung hält sie laut Unternehmensangabe Temperaturen bis 1093 °C stand und ist resistent gegenüber aggressiven Chemikalien.

Mechanisch und chemisch belastbar

Die Paste eignet sich vorwiegend für kleinere oder oberflächliche Schäden, sofern Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit des Bauteils nicht beeinträchtigt sind. Sie verbindet sich mechanisch belastbar und chemisch resistent mit dem Basiswerkstoff, gleicht Unebenheiten aus und versiegelt Öffnungen dauerhaft. Sind die Schadstellen gut zugänglich, kann die Reparatur häufig direkt am Bauteil erfolgen. Eine Demontage ist dann nicht erforderlich.

Damit bietet sich der Einsatz überall dort an, wo der komplette Austausch eines Bauteils unverhältnismäßig wäre oder Schweißarbeiten aus technischen Gründen ausscheiden. In vielen Fällen können so Standzeiten verlängert und Ressourcen geschont werden, ohne den laufenden Betrieb unnötig zu unterbrechen.

Einfache Verarbeitung auf komplexen Oberflächen

Die Reparaturpaste lässt sich auch auf geometrisch anspruchsvolle Oberflächen auftragen. Am einfachsten gelingt die Applikation mit einem Spachtel- oder Kittmesser. Die Trocknungszeit gibt das Unternehmen mit 5 bis 7 Stunden an. Unter Wärmezufuhr von 95 °C soll die Aushärtung nach etwa einer Stunde abgeschlossen sein.

Als typische Anwendungen werden die Instandsetzung von Kokillen und Kernkästen, die Ausbesserung von Motorblöcken, Reparaturen an Öfen, Brennern und Rohrleitungen sowie von Turbinengehäusen, Wärmetauschern und Kesseln genannt.

Vor dem Einsatz empfiehlt der Anbieter eine fachliche Prüfung der konkreten Aufgabe. Entscheidend ist, ob Schadenbild, Werkstoff, Temperaturbelastung und chemische Umgebung zur Paste passen. Dafür verweist das Unternehmen auf seinen Beratungsservice, der bei der Produktauswahl und bei Fragen zur Verarbeitung unterstützt.

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