Andritz Farina liefert weitere Schmiedepresse an Happy Forgings

Artikel vom 7. August 2026
Pressen

Andritz Farina erhält einen Folgeauftrag aus Indien: Happy Forgings bestellt eine weitere Schmiedepresse vom Typ »GLF 6300«. Die Anlage soll mit 6300 t Presskraft, bis zu 47 Hüben pro Minute und Kulissenkinematik Produktivität und Präzision im Gesenkschmieden unterstützen.

Bild: Andritz.

Bild: Andritz.

Andritz Farina hat in Kooperation mit Andritz Schuler India einen weiteren Großauftrag des indischen Schmiedeunternehmens Happy Forgings erhalten. Bestellt wurde eine zusätzliche Schmiedepresse vom Typ »GLF 6300«. Der Auftrag setzt die langjährige Zusammenarbeit fort und ist bereits die vierte Bestellung, bei der der Kunde auf diese Technologie setzt.

Der Auftraggeber mit Sitz in Ludhiana fertigt Schmiede- und Bearbeitungskomponenten für Nutzfahrzeuge, Baumaschinen und industrielle Anwendungen in Indien. Die neue Anlage ergänzt eine bereits installierte Presse gleicher Bauart sowie vorhandene Anlagen der Typen »GLF 10000« und »GLF 4000«.

Einsatz im Gesenkschmieden

Die mechanische Presse verfügt über eine Presskraft von 6300 t und erreicht eine Ausbringungsleistung von bis zu 47 Hüben pro Minute. Damit ist sie auf Anwendungen im Gesenkschmieden ausgelegt, bei denen Taktzeit, Kraftübertragung und Maßhaltigkeit eine wichtige Rolle spielen.

Ein zentrales Merkmal der Baureihe ist laut Herstellermeldung die Kulissenkinematik. Sie unterstützt die Kraftübertragung im Umformprozess und trägt dazu bei, kurze Zykluszeiten mit einer reproduzierbaren Fertigungsgenauigkeit zu verbinden. Für Schmiedebetriebe wird das als besonders relevant angegeben, wenn größere Stückzahlen mit stabilen Prozessbedingungen gefertigt werden sollen.

Konstruktive Vorteile gegenüber Pleuelpressen

Im Vergleich zu konventionellen Schmiedepressen mit Pleuel werden mehrere konstruktive Vorteile genannt. Dazu gehört eine höhere Strukturfertigkeit, durch die sich die Verformung um 45 % reduzieren lässt. Außerdem sind höhere außermittige Belastungen möglich.

Ein weiterer Punkt ist die Bauhöhe: Die Pressenhöhe über Flur wird um 25 % reduziert. Zudem soll die Technologie eine geringere Gratdicke der Schmiedestücke ermöglichen. Das kann den Materialeinsatz und die nachgelagerten Bearbeitungsschritte beeinflussen.

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