CAD-Konverter

Artikel vom 21. Juli 2026
CAD

CoreTechnologie ergänzt seine Produktlinie um den CAD-Konverter »3D_Feature«. Die Software überträgt Geometrie, Produktstruktur, Metadaten und Konstruktionshistorie zwischen CAD-Systemen und schafft damit eine belastbare Basis für Digital Thread und den digitalen Zwilling.

Das neue Tool erlaubt die Konvertierung voll bearbeitbarer Modelle zwischen den vier größten CAD-Systemen (Bild: CoreTechnologie GmbH).

Das neue Tool erlaubt die Konvertierung voll bearbeitbarer Modelle zwischen den vier größten CAD-Systemen (Bild: CoreTechnologie GmbH).

Für durchgängige Produktdatenprozesse müssen Informationen aus Konstruktion, Fertigungsplanung, Materialwirtschaft, Qualitätssicherung, Service und Archivierung ohne Brüche nutzbar bleiben. Für diese Aufgabe hat CoreTechnologie den neuen CAD-Konverter »3D_Feature« entwickelt. Die Software konvertiert CAD-Modelle inklusive Konstruktionshistorienbaum, Features, Parametern und Feature-Skizzen. Modelle lassen sich dadurch in einem anderen CAD-System weiterentwerfen, ändern und bearbeiten, ohne die zugrunde liegende Struktur auf reine Geometrie zu reduzieren.

Der Ansatz richtet sich an Unternehmen, die Produktdaten nicht nur austauschen, sondern entlang des gesamten Lebenszyklus kontrolliert weiterverwenden wollen. Aus dem klassischen Datenaustausch wird damit ein Baustein für den Digital Thread: Die relevanten Informationen bleiben vom ersten Entwurf über Simulation und Fertigung bis zu Qualitätssicherung, Service, digitalem Zwilling und Archivierung nachvollziehbar erhalten.

Datenfluss über Systemgrenzen hinweg

In der industriellen Praxis liegen Produktdaten häufig in unterschiedlichen CAD-Systemen, Formaten, Versionen und Qualitätsstufen vor. Hinzu kommen Zuliefererdaten, Altsysteme, neutrale Austauschformate sowie Anforderungen an Product Manufacturing Information, Metadaten, Geometriequalität und Automatisierung. Damit diese Informationen in nachgelagerten Prozessen belastbar nutzbar sind, müssen Geometrie, Produktstruktur, Metadaten und Konstruktionshistorie möglichst vollständig und konsistent übertragen werden.

Die Software unterstützt laut Anbieter die automatisierte Konvertierung, Validierung und Reparatur komplexer CAD-Daten. Konstruktionselemente und deren Parameter können in andere CAD-Systeme und Folgeprozesse übernommen werden. Das Unternehmen empfiehlt dies besonders bei Migrationen sowie in der Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und Partnern, wenn Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt und weiterbearbeitet werden müssen.

Basis für Digital Thread und digitalen Zwilling

Ein Digital Thread entsteht nicht allein durch PLM-Systeme, Cloud-Plattformen oder digitale Zwillinge. Entscheidend ist die Qualität der 3D-Produktdaten, denn sie bestimmt, ob Informationen später erneut genutzt, geprüft, automatisiert verarbeitet oder in andere Systeme übertragen werden können. Wenn CAD-Daten unvollständig, fehlerhaft oder nur eingeschränkt interpretierbar sind, entstehen manuelle Nacharbeit, Rückfragen und Verzögerungen.

Die Lösung soll dazu beitragen, dass Entwicklungsumgebungen wie Catia, NX, Creo und Solidworks zuverlässiger zusammenwirken. Ziel ist ein durchgängiger Datenfluss, unabhängig davon, in welchem System Informationen ursprünglich entstanden sind. Die native Konvertierung zwischen den großen CAD-Systemen soll Produktinformationen entlang der digitalen Prozesskette erhalten und damit die Voraussetzungen für PLM-Integration, Prozessautomatisierung und digitale Zwillinge verbessern.

Agilere Produktstruktur

Durch die Auskopplung der Feature-Technologie in ein separates Produkt soll die Software schneller auf kundenspezifische Anforderungen und Update-Zyklen der CAD-Systeme angepasst werden können. Damit reagiert der Hersteller auf steigende Anforderungen an die Konvertierung von Produktdaten und an die Wiederverwendbarkeit von CAD-Informationen in globalen Entwicklungsprozessen.

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