Hannover Messe 2026 zeigte Wege in eine wettbewerbsfähige Zukunft
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Die Hannover Messe 2026 hat aufgezeigt, dass die Industrie auch in herausfordernden Zeiten konkrete Lösungen liefert. Rund 110.000 Besucher informierten sich über neue Technologien, internationale Kooperationen und Lösungen für eine wettbewerbsfähige Industrie.

Blick in die Halle 13 mit vollen Gängen (Bild: Deutsche Messe).
Die Hannover Messe 2026 hat vom 20. bis 24. April erneut aktuelle Entwicklungen für die produzierende Industrie präsentiert. Im Mittelpunkt standen künstliche Intelligenz, Automatisierung, Robotik und Energieinfrastruktur. Nach Angaben der Deutschen Messe nahmen rund 110.000 Besucher (2025: rund 123.000) aus aller Welt an der Veranstaltung teil, ca. 40 % kamen aus dem Ausland. Die niedrigere Besucherzahl ist aus Sicht des Veranstalters v. a. auf Streiks im Flug- und Nahverkehr zurückzuführen.
Auf der Messe zeigten über 3000 Aussteller (2025: rund 4000) ihre Neuheiten, darunter zahlreiche Anwendungen rund um KI-gestützte Produktionssysteme, digitale Assistenzlösungen und Automatisierungstechnik. Zudem wurden humanoide Roboter vorgestellt, die perspektivisch in Produktion und Service eingesetzt werden können. Auch Lösungen für Energieeffizienz und Netzausbau gehörten zu den zentralen Themen der Veranstaltung.

Humanoider Roboter auf einem Gang im Application Park in Halle 26 (Bild: Deutsche Messe).
Mehrere Branchenvertreter betonten während der Messe die Bedeutung wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen für den Industriestandort Europa. Hohe Kosten, regulatorische Anforderungen und geopolitische Unsicherheiten würden Unternehmen zunehmend belasten. Gleichzeitig verwiesen die Aussteller auf intensive Gespräche, neue Projekte und großes internationales Interesse an industriellen Zukunftstechnologien. Verbände wie ZVEI und VDMA forderten in diesem Zusammenhang schnellere Standortreformen und weniger Regulierung, insbesondere im Bereich Industrielle KI.
Das Partnerland Brasilien spielte auf der Hannover Messe 2026 eine wichtige Rolle. Mit Themen aus Industrie, Energie und Digitalisierung präsentierte sich das Land als Wachstumsmarkt und Partner für internationale Kooperationen. Die Veranstalter sehen insbesondere im geplanten EU-Mercosur-Abkommen zusätzliche Impulse für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Europa und Lateinamerika.
Auch das weiterentwickelte Messekonzept wurde laut Veranstalter von Ausstellern und Besuchern positiv aufgenommen. Ein neuer Hallenplan sollte die Orientierung verbessern und den Messebesuch effizienter gestalten. Ergänzend dazu wurden neue Networking-Formate wie die sogenannten Masterclasses eingeführt. Diese kompakten Sessions ermöglichten Unternehmen einen direkten Austausch mit potenziellen Kunden. Die neue »Center Stage« entwickelte sich laut Veranstalter zu einer zentralen Plattform für Diskussionen und Fachvorträge und zog rund 30.000 Besucher an.
Für die Hannover Messe 2027 kündigt die Deutsche Messe weitere Veränderungen an. So soll parallel erstmals die »Europe Energy Week« stattfinden, die gemeinsam mit dmg events organisiert wird. Die neue Plattform richtet sich an Unternehmen aus Energieerzeugung, Infrastruktur und Industrie. Zudem wird die Laufzeit der Messe künftig auf vier Tage vom 5. bis 8. April 2027 verkürzt. Ziel dieser Anpassung ist es, Besucherfrequenz, Entscheiderpräsenz und Geschäftsanbahnung stärker zu bündeln.


