GrindingHub 2026 war wieder internationaler Branchentreffpunkt
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Die Fachmesse für Schleiftechnik GrindingHub 2026 setzte Schwerpunkte bei Automatisierung, Digitalisierung sowie KI und konnte damit rund 11.000 Besucher anlocken.

Die GrindingHub konnte wieder ein großes Publikum für das Thema Schleiftechnik interessieren (Bild: VDW/Uli Regenscheit).
Die GrindingHub 2026 ging am 8. Mai nach vier Messetagen in Stuttgart zu Ende. Nach Angaben des Veranstalters VDW besuchten rund 11.000 Fachbesucher (2024: ebenfalls rund 11.000) die internationale Fachmesse für Schleiftechnik. Insgesamt präsentierten 462 Aussteller (2024: rund 500) aus 28 Ländern ihre Produkte und Lösungen entlang der gesamten Prozesskette des Schleifens. Dazu gehörten Schleifmaschinen, Schleifwerkzeuge, Messtechnik, Automatisierung, Softwarelösungen sowie Dienstleistungen und digitale Anwendungen. Die Messe belegte drei Hallen und war bereits im Vorfeld ausgebucht.
Die GrindingHub konnte auch wieder ihre internationale Ausrichtung bestätigen. Besucherinnen und Besucher aus 59 Ländern reisten nach Stuttgart, der Auslandsanteil lag bei 38 %. Besonders stark vertreten waren die Schweiz, Italien, Frankreich, Österreich und die Türkei.

Bild: VDW/Uli Regenscheit.
Laut Besucherbefragung waren 82 % der Gäste an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt. Mehr als ein Drittel plant innerhalb der kommenden sechs Monate Investitionen. Nach Einschätzung des Veranstalters unterstreicht dies die Bedeutung der Messe als Plattform für Produktivität, Effizienz und Zukunftstechnologien in der Schleiftechnik.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen neben klassischen Schleifprozessen hauptsächlich Themen wie Digitalisierung, KI, Automatisierung und vernetzte Produktionsprozesse. Einen Schwerpunkt bildete das neu eingeführte »Grinding Solution Forum«. Dort wurden praxisnahe Lösungen und industrielle Herausforderungen diskutiert, unter anderem zu Prozessstabilität, Qualitätssicherung, Wirtschaftlichkeit und datenbasierten Anwendungen. Die Messe zeigte dabei, wie stark digitale Technologien und effiziente Prozessketten die Weiterentwicklung der Schleiftechnik beeinflussen.

Bild: VDW/Uli Regenscheit.
Ergänzt wurde das Rahmenprogramm durch verschiedene Sonderformate. Dazu zählten der »Grinding Solution Park Industry«, der »Grinding Solution Park Wissenschaft«, der »Grinding Pavilion Switzerland« sowie der »StartupHub«. Diese Bereiche vernetzten Industrie, Forschungseinrichtungen, junge Unternehmen und internationale Partner. Zudem fand erneut der Nachwuchswettbewerb »Grinder of the Year 2026« statt. Gewinner wurde Fabio Schoppet von der K.-H. Müller Präzisionswerkzeuge GmbH.
Neben der Veranstaltung in Stuttgart blickt die GrindingHub bereits auf ihre internationale Erweiterung. Mit der »GrindingHub Americas« entsteht erstmals eine Fachmesse für Schleiftechnik in Nordamerika. Die Premiere findet vom 18. bis 20. Mai 2027 in Cincinnati, Ohio, statt. Laut Messe Stuttgart stößt das Konzept bereits auf großes Interesse bei Ausstellern und Unternehmen.
Die Veranstalter sehen die GrindingHub damit weiter als zentrale Plattform für Hersteller, Anwender, Forschungseinrichtungen und internationale Partner der Schleiftechnik. Die nächste Messe in Stuttgart ist für den Zeitraum vom 16. bis 19. Mai 2028 geplant.


